Über Satzkorn

> Satzkorn in Zahlen

 

Satzkorn_WappenIm Frühling bezieht der Weissstorch sein Nest und überall blühen die Obstbäume. Das Dorf und das Obstgut schöpfen aus 800 Jahren Tradition im Obstanbau. Die Satzkorner lieben ihren ruhigen von weiten Feldern umgebenen kleinen Ort, aber auch die Nähe zu Potsdam und Berlin. Satzkorn besteht aus einem alten und einem neu gebauten Teil. 1996 verdoppelte sich damit die Einwohnerzahl. Heute leben rund 450 Menschen hier. Am 26. Oktober 2003 wurde Satzkorn nach Potsdam eingemeindet.

Satzkorn gehört zu den am frühesten besiedelten Gegenden Brandenburgs – aufsehenerregende Funde von Bandkeramik verweisen auf das 6. Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Weitere Funde stammen aus der Bronze-, der Eisen- und der römischen Kaiserzeit. Erwähnungen des Ortes gibt es aus dem Jahre 1332 in einer Urkunde des Klosters Spandau und 1375 im Landbuch Kaiser Karls IV.

Rittergeschlechter beherrschten den Ort über viele Jahrhunderte. 1731 gelang es dem bürgerlichen Leibarzt Friedrich Wilhelms I. mit Hilfe seines Königs, ein Gut in Satzkorn zu erwerben und schrittweise um alle Rittersitze zu erweitern (siehe Sage vom dreibeinigen Hasen). 1739 ließ der Leibarzt Friedrich Brandhorst das heute noch vorhandene Gutshaus errichten. Lange dominierte das Gut den Ort, bis 1928 seine politische und rechtliche Selbständigkeit endete. Nach 1945 wurde das Gut durch die Bodenreform enteignet. Es entstanden ein Volkseigenes Gut und mehrere Bauernhöfe. Es folgten eine Spezialisierung auf den Obstanbau und der Übergang großer Ländereien an die LPG Marquardt.

Noch heute existiert die Obstgut Marquardt GbR. In der Obstscheune am südlichen Ortsausgang von Satzkorn kann man täglich frisches Gemüse, regionale Spezialitäten und leckere Äpfel kaufen. Sehr beliebt ist das Selberpflücken von Erdbeeren, Kirschen und Äpfeln auf den umliegenden Plantagen im Sommer.

Von großer Bedeutung für Satzkorn ist die Freiwillige Feuerwehr. Am 28.06.2014 wurde das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr feierlich eingeweiht. Es besteht aus einem Fahrzeughallen-Neubau mit zwei Stellplätzen und einer sanierten Remise als Anbau. Die Feuerwehr wirkt aktiv an der Gestaltung der traditionellen Dorffeste mit.

Der Pferdehof Huschke widmet sich besonders den Friesen und Barockpferden. Unterstellboxen stehen für Dressur- und Freizeitreiter bereit, es gibt genügend Platz zum Ausreiten. Klassisch-iberische Reitkunst und weitere Dressurlehrgänge werden angeboten.

Die Sage vom dreibeinigen Hasen
Preußenkönig Friedrich Wilhelm I. wollte seinem Leibchirurgen Brandhorst den Kauf eines Gutes in Satzkorn ermöglichen. Einer der adeligen Vorbesitzer, Cuno von Hünicke, weigert sich jedoch, an einen Bürgerlichen zu verkaufen. Der König ließ daraufhin den Grafen von Einsiedel als Käufer auftreten, der den neu erworbenen Besitz dann an Brandhorst überschrieb. Der Herr von Hünicke ärgerte sich über den Streich des Königs so sehr, dass er darüber verstarb. In bestimmten Nächten soll er nun als dreibeiniger Hase im Dorf Satzkorn herumspuken. Lange Zeit gab es im Ort einen Gasthof „Zum dreibeinigen Hasen“.

 

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